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Trauerbewältigung durch Journaling. Verlust verarbeiten. Trauerprozess.

Trauerbewältigung: Verlust verarbeiten durch Journaling

Trauerbewältigung ist nicht leicht.

Immerhin ist Trauer eines der intensivsten Emotionen, die wir überhaupt empfinden können.

Sie zieht uns den Boden unter den Füßen weg.

Sie lässt unsere Welt still stehen und uns darinnen mit einer Leere zurück, die nichts so wirklich füllen kann.

Verlust hinterlässt einen Schmerz, der das Herz in tausend Stücke zu brechen scheint.

Der uns überrollt und alles in Dunkelheit taucht.

Und genau hier, inmitten dieses Schmerzes, kann das Journaling dein Anker sein.

Es ist wie eine tröstende Hand, die die deine hält und dich behutsam durch den dichten Nebel der Trauer führt.


Mit den geschriebenen Worten kannst du deine Gefühle befreien

In der Trauer gefangen – heißt es oft.

Und das nicht grundlos.

Mit dem Verlust eines geliebten Menschen verlieren wir oft auch den Zugang zu unseren Worten.

Es fällt schwer, das, was in uns vorgeht, auszusprechen.

Auf dem Papier ist es leichter.

Es ist ein Zufluchtsort.

Denn das Schreiben schenkt dir die Freiheit, deine tiefsten Gefühle auszudrücken.

Ungefiltert und ohne Zensur, ohne Scham- oder Schuldgefühle.

Du musst nichts zurückhalten, aus Angst jemanden zu verletzen oder irgendwem zu viel zu sein.

Du musst nichts beschönigen, aus Sorge, nicht verstanden zu werden.

Stattdessen kannst du all den Schmerz und deine Gefühle nehmen und sie aufs Papier bannen.


Das Journaling hilft dir, das Gedankenchaos zu ordnen

In Zeiten der Trauer ist nicht selten alles wirr und chaotisch – vor allem unsere Gedanken.

Da ist so viel, was wir uns fragen; so viel, worüber wir nachdenken; was wir Revue passieren lassen und durchdenken, und es ist verflucht schwer, einen Gedanken wirklich festzuhalten.

Der Akt des Schreibens hilft dabei.

Es hilft dir, deine Gedanken zu ordnen und mehr Klarheit zu finden.

Um so – nach und nach – all die Puzzlestücke zusammenzusetzen.


Durch das Schreiben bist du in der Lage, deine Erinnerungen lebendig zu halten

Oft haben wir Angst zu vergessen.

Den Menschen, den wir verloren haben und das, was uns mit ihm verbunden hat.

Es ist eine ganz normale Furcht.

Eine, gegen die wir nichts weiter tun können, als einen Weg zu finden, um deine Erinnerungen an diesen Menschen zu erhalten.

Eine wundervolle Möglichkeit dafür ist das Journaling.

Auf dem Papier kannst du deine Erinnerungen einfangen und lebendig werden lassen.

Und du kannst sie festhalten.

Geschichten über gemeinsam erlebte Abenteuer, lustige Anekdoten und berührende Momente gehen so nicht verloren.

Im Gegenteil.

Durch das Aufschreiben erschaffst du eine Art Schatztruhe voller kostbarer Momente, die du jederzeit öffnen kannst, um ihn ihnen zu schwelgen.

»Man lebt zweimal: Das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.« 
(Honoré de Balzac)



Journaling macht es dir möglich, die einzelnen Schritte deines Trauerweges nachzuverfolgen

Trauerbewältigung ist eine Reise.

Er ist ein langer, steiniger Weg, bei dem wir schnell das Gefühl bekommen, unentwegt auf der Stelle zu treten.

Doch das stimmt nicht.

Indem du regelmäßig schreibst, erschaffst du eine Chronik deiner ganz eigenen Trauerreise.

Und nicht nur das.

Du kannst zurückblättern und deinen eigenen Fortschritt betrachten.

Du kannst sehen, wie weit du gekommen bist, was du geschafft, überstanden und bereits hinter dir gelassen hast.

Und das kann eine wertvolle Quelle sein, aus der du schöpfen kannst.

Es ist etwas, dass dir bewusst macht, dass es auch nach deinem Verlust weitergeht.

Ganz gleich, wie schwer es sich auch anfühlt.


Das Schreiben ist dein Schlüssel zu mehr Akzeptanz

Das Journaling unterstützt dich dabei, die verschiedenen Phasen der Trauer zu durchschreiten.

Und es kann dir helfen, deinen Verlust letztendlich zu akzeptieren.

Dieser Schritt ist nicht leicht und für jeden von uns mit einem individuellen Zeitfenster versehen.

Du kannst ihn nicht beschleunigen, nur unterstützen.

Denn indem du dich schreibend mit deiner Trauer auseinandersetzt; ihr einen Ort gibst, wo sie sein darf, machst du einen der wichtigsten Schritte, den es brauchst, um den Menschen gehen zu lassen:

Du verabschiedest dich und – Stück für Stück – lässt du die Vergangenheit hinter dir.

Und schaffst es, den Verlust zu verarbeiten.


Deinen Verlust verarbeiten – nutze das Journaling als ein Werkzeug

Die Trauer kann wie ein schwerer Felsbrocken auf unserer Seele liegen und uns niederdrücken.

Doch deine Emotionen auf dem Papier zu entladen, sie in Worte zu kleiden und zu entlassen, lindert das Gewicht.

Es erlaubt dir, deine Tränen fließen zu lassen.

Es erlaubt dir, deine Wut und deine Verzweiflung zu fühlen.

Und zuzulassen, wie sehr es wehtut.

Egal ob du traurig, verzweifelt, wütend oder verletzt bist – lass das Schreiben dein Anker sein.

Etwas, dass dir Halt schenkt und einen Ort, an dem du dich öffnen und ein Ventil für deinen Schmerz finden kannst.

Nutze es.

Wann immer du willst.

Wann immer du es brauchst.

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