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#Schreiberfahrungen –  Schreiben bedeutet Geschichten erzählen

#Schreiberfahrungen – Schreiben bedeutet Geschichten erzählen

18Jul
Viele Menschen auf der ganzen Welt spüren die Macht von Worten und haben eine sehr persönliche Verbindung zum kreativen & selbst-therapeutischem Schreiben. Sie nutzen es. Beruflich oder privat. Im Alltag und in Krisen.


Diese Woche darf ich euch Roland vorstellen. Er ist Autor und leidet unter einer unheilbaren Lungenkrankheit.


Schreib darüber - ein Interview #5 mit Roland Blümel über seine Schreiberfahrungen



Drei Worte, die dich am Besten beschreiben:

Empathisch. Kämpfer. Lernfähig.


Schreiben bedeutet für mich ...

... in erster Linie Geschichten zu erzählen, um Menschen zu unterhalten, aber auch, meine Gedanken und Gefühle auszudrücken.


Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Nachdem mein Ruhestand in absehbare Nähe gerückt ist, habe ich überlegt, was mir Spaß machen würde und so habe ich mich im Schreiben versucht bzw. meine alte Leidenschaft wiederentdeckt und begonnen, Romane zu schreiben.


Mit was für Problemen kämpfst du/hast du gekämpft und (wie) hilft dir Schreiben dabei?

Ich leide seit 30 Jahren an COPD mit Lungenemphysem, eine unheilbare Lungenkrankheit, die mich mehr oder weniger stark einschränkt. Von daher waren und sind meine Möglichkeiten eingeschränkt. Schreiben ist eine Tätigkeit, die ich auch bei Luftknappheit ausüben kann. Mittlerweile habe ich aber gelernt, meine körperlichen Grenzen ein ganzes Stück zu erweitern.


Wie nutzt du das Schreiben am Liebsten?/Was schreibst du?

Begonnen habe ich mit Kurzkrimis und Thrillern, bevor ich dann Krimiromane geschrieben habe. Ich habe mich inzwischen aber auch in anderen Genres versucht, wie z.B. einem Frauenbuch, einem humorvollen Buch und als letztes Projekt einem Ratgeber, der auch meine persönliche Krankengeschichte enthält zum Thema COPD (einer chronischen Lungenkrankheit). Mit diesem Buch will ich Betroffenen Mut machen.


Was ist das Schwierigste beim Schreiben/im kreativen Prozess für dich?

Ich habe meistens eine grobe Idee, was ich schreiben will und habe einige Eckpunkte im Kopf. Allerdings kann es dann passieren, dass ich entweder im Schreibprozess hänge und lange überlegen muss, wie es weitergehen kann. Es kommt aber auch vor, dass sich die Geschichte ganz anders entwickelt, als ich ursprünglich geplant habe.

Beim COPD-Buch war es allerdings so, dass ich viele Punkte einfach so zusammengeschrieben habe und mir meine Frau und meine Tochter geholfen haben, das Chaos zu sortieren und das Buch rund zu machen.


Was ist das Schönste/Bereichernste beim Schreiben/im kreativen Prozess für dich?

Toll ist es natürlich, wenn das Buch fertig und veröffentlicht ist und wenn ich positives Feedback bekomme. Schön ist es aber auch schon im Prozess, wenn ich merke, dass es fließt und dass die Geschichte rund wird.


Gibt es Hobbys und Dinge, die du tust, wenn du nicht schreibst?

Natürlich lese ich selbst gerne und viel, höre Musik, schaue Filme, schaue Sport oder geh spazieren.


Was treibt dich an?

Es sind die Geschichten oder auch das Lernen. Ich bin wissbegierig, lerne gern und immer dazu, lass mich aber auch gern unterhalten oder unterhalte andere gern. Außerdem habe ich durch das Schreiben viele tolle Leute kennengelernt. Das Netzwerk und der Austausch sind mir sehr wichtig.


Gibt es etwas, dass du Anderen gerne mitgeben möchtest?

Durch meine Krankheit bin ich gerade am Anfang, aber auch zwischendurch durch manche Täler gegangen. Mit 30 Jahren zu erfahren, dass man krank ist und es nicht besser wird, sondern man die Verschlechterung nur verlangsamen kann, hat mich schon ziemlich fertig gemacht und ich bin in eine leichte Depression gefallen. Auch danach gab es immer wieder Zeiten, in denen es mir schlecht ging und ich dachte, dass es so bleiben würde. Aber ich habe mich immer wieder durchgekämpft. Und so kann ich nur anderen raten: Bleib stark, gib nicht auf, kämpf dich durch. Nimm jeden Tag als Geschenk!


Und zum Thema Schreiben greif ich gern auf Mark Twain zurück, der gesagt hat: »Schreiben ist einfach. Man muss nur die falschen Worte weglassen.«



Über

 (c) Roland Blümelist Autor


Mehr über ihn erfährst Du unter:


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