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Schreiben Gefühlen Raum geben Schreiberfahrungen

#Schreiberfahrungen – Schreiben bedeutet Gefühlen eine Geschichte geben

26Sep2021
Die Autorin Grace E. Young hat mit Depressionen gekämpft und gibt ihren Figuren gerne ähnliche Ängste und Zweifel mit, die sie selbst gut kennt. Für sie bedeutet Schreiben, Gefühlen eine Geschichte zu geben.

Schreib darüber - ein Interview #16 mit Grace E. Young über ihre Schreiberfahrungen



Drei Worte, die dich am Besten beschreiben:

Ehrlich, hilfsbereit, fürsorglich.


Schreiben bedeutet für mich ...

Gefühlen und Emotionen eine Geschichte geben. Meine Gedanken in Personen und Geschehnissen verpacken und glücklich sein. Ich kann einfach ich sein und ich muss mich vor niemandem verstellen, denn alles was ich aufschreibe ist in meinem Kopf richtig und auch wichtig.


Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Zum Schreiben bin ich gekommen, weil mich Geschichten schon immer fasziniert haben. Schon mit 6 Jahren war eigentlich kein Buch vor mir sicher und ich habe alles gelesen, wo Buchstaben drauf waren. Dann wollte ich irgendwann meine eigenen Geschichen lesen können und damit ich das kann, musste ich sie aufschreiben. Alles hat so wirklich in der Grundschule mit einer Geschichte über einen Kater Lisanne begonnen.


Mit was für Problemen kämpfst du/hast du gekämpft und (wie) hilft dir Schreiben dabei?

Ich hatte Probleme mit Depressionen und es fiel mir sehr schwer, den Sinn im Leben zu sehen. Das Schreiben hilft mir oft in eine andere Welt zu entfliehen und mir dort vorzustellen, wie alles anders wäre.

Natürlich weiß ich, dass es so dann nicht in der realen Welt ist, aber ich habe eine Welt, in die ich mich zurückziehen kann, wenn mich wieder eine Welle überrollt. Auch setzte ich mich mit meinen Zweifeln unterbewusst und bewusst viel mehr auseinander und das hilft mir natürlich auch im Alltag.


Wie nutzt du das Schreiben am Liebsten? / Was schreibst du?

Also am Liebsten nutze ich das Schreiben, wenn es mir nicht gut geht, denn wenn ich mich nicht gut fühle und ich dann an meinen Geschichten schreibe, dann habe ich wieder bessere Laune und der Tag ist danach gerettet.

Was ich schreibe sind Romane. Diese beinhalten oft Themen, die mich selbst zwar nicht direkt betreffen, aber die mich belasten und oder interessieren. Meine Protagonisten haben oft ähnliche Zweifel und Ängst. Wenn ich dann darüber nachdenke, weiß ich auch oft rational, dass zum Beispiel meine Angst unbegründet ist und kann diese dann auch bewältigen.


Was ist das Schwierigste beim Schreiben / im kreativen Prozess für dich?

Die ständigen Zweifel. Man liest und denkt sich dann immer wieder, so ist mein Buch aber nicht oder so kann ich nicht schreiben. Das zieht phasenweise schon sehr runter, aber man kommt immer ein Stückchen stärker wieder heraus.


Was ist das Schönste / Bereichernste beim Schreiben / im kreativen Prozess für dich?

Einmal die Leute selbst. Der Kontakt zu anderen Autoren, Buchverrückten etc. Das ist total inspirierend und man kann wirklich immer jemanden finden, der einem bei einem Problem helfen kann. Dann noch das man eben seine eigenen Geschichten aus dem Kopf auf Papier bringen kann. Es ist entspannend und aufregend. Das Schreiben ist so vielschichtig.

Gibt es Hobbys und Dinge, die du tust, wenn du nicht schreibst?

Ich lese gerne. ? Aber natürlich mache ich auch nicht buchige Sachen und zwar spiele ich in meiner Freizeit gerne Handball. Auch singe ich gerne und spiele Klavier. Also ist irgendwie von allem etwas dabei.

Was treibt dich an?

Ich denke, mich treibt an, dass ich mich selbst immer gerne glücklich machen möchte und ich niemals wieder abhängig sein möchte in Sachen Glück, von anderen Menschen. Dabei hilft mir auch das Schreiben, denn das Schreiben macht mich glücklich und ich habe eine gute Zeit, wenn ich vor dem PC sitzen.


Gibt es etwas, dass du Anderen gerne mitgeben möchtest?

Lerne du selbst zu sein. Schäme dich nicht dafür wer du bist und auch wenn an mal nein sagt, macht es nichts an dem Wert den man hat, denn man selbst sollte immer für sich an der ersten Stelle stehen. Auch ist es okay, sich Hilfe zu holen!



Über

 (c)   Grace E. Young ist Autorin.




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