Skip to content
Krisen meistern mithilfe des Schreibens - ein Artikel über die Macht des Schreibens.

Schreibend aus der Dunkelheit: Krisen meistern

Schreiben ist kraftvoll.

Es ist nicht bloß eine Möglichkeit, um Informationen zu vermitteln oder Geschichten zu erzählen, sondern es kann auch zum Rettungsring werden, wenn es um die schwierigen Augenblicke unseres Lebens geht.

Es kann uns helfen, besser mit traumatischen Erfahrungen umzugehen und Krisen zu meistern.

Wenn du also gerade an einem Punkt in deinem Leben stehst, an dem dich der Schmerz überwältigt, dann lade ich dich herzlich ein, dir dein Journal und einen Stift zu schnappen.

Und selbst zu entdecken, wie das Schreiben dich auf diesem Weg unterstützen kann.

Schreibend Krisen meistern – Wie eigentlich?


Ein wilder, tosender Fluss – so könnte man den den Mix aus rohem Schmerz und intensiven Gefühlen beschreiben, der viele von uns quält.

Ein Fluss der dank seines unkontrollierten, viel zu starkem Sogs, alles mit sich reißt und uns immer wieder unter Wasser drückt.

Wir versuchen zu schwimmen, uns gegen den Sog zu stemmen, aber es scheint aussichtslos.

Der rohe Schmerz und die intensiven Gefühle überwältigen uns – und doch gibt es da einen Funken Hoffnung, der in uns glimmt.

Dieser Funken Hoffnung ist das Schreiben.

Denn Worte aufs Papier zu bannen, hält uns über Wasser.

Es ist wie ein Rettungsring, der uns aus den tiefen Gewässern ziehen kann.

Das, was uns trägt, damit wir in den Fluten nicht ertrinken und sicher zurück ans Ufer gelangen.



Das Schreiben gibt dir einen Ort für deine Emotionen

Schreiben ermöglicht dir, deine tiefsten Gefühle und Gedanken auszudrücken, und damit auch das, was du nur schwer in Worte fassen kannst.

Denn wenn uns etwas Schlimmes widerfährt oder wir in einer Krise stecken, dann ist das oft nicht nur mit überwältigenden Gefühlen verbunden.

Es raubt uns auch unsere Stimme.

In solchen Momenten zu Stift und Papier zu greifen, kann wahnsinnig entlastend sein.

Beim Schreiben findest du einen sicheren Ort, direkt auf dem Papier.

Einen Ort, an dem du deine Gefühle ausdrücken, erkunden und verarbeiten kannst.

Deine Erfahrungen und das, was mit ihnen verbunden ist, aufzuschreiben, befreit.

Weil es dir erlaubt, verletzlich zu sein und deinen Schmerz zu zeigen.

Ungeschönt und ungefiltert.

Genauso, wie er ist.



Schreiben ist ein machtvolles Hilfsmittel zur Selbstreflexion

Schreiben ist ein Werkzeug.

Du kannst es nutzen, um deine innere Welt zu erforschen und damit tiefer in dich selbst einzutauchen.

Indem du deine Erfahrungen aufschreibst, lernst du, dich selbst besser zu verstehen.

Es hilft dir dabei, deine Gedanken zu sortieren und dich bewusst mit deinen Ängsten, Hoffnungen und Träumen auseinanderzusetzen.

Und es schenkt dir die Möglichkeit, deine Überzeugungen zu hinterfragen, Zusammenhänge aufzudecken und neue Perspektiven zu finden.


Es ist ein wundervoller Begleiter in schweren Augenblicken, um Krisen bestmöglich zu meistern.



Das Schreiben kann ein Sprungbrett für Veränderungen sein

»Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung«, schrieb der Philosoph Heraklit und er hat recht: Nichts bleibt, wie es ist; alles wandelt sich.

Und das kann ganz schön beängstigend sein.

Doch das Schreiben kann dir helfen, Veränderungen in deinem Leben zu umarmen, statt zu fürchten und so eine aktivere Rolle darinnen einzunehmen.

So werden deine Worte zu einem Kompass, der dich in die richtige Richtung lenkt.

Raus aus der Krise, zurück zu dir.

Indem du deine Gedanken und Ziele aufschreibst, schaffst du eine wichtige Verbindung zwischen deinen inneren Visionen und deinen äußeren Handlungen. Und das gibt dir die Möglichkeit, deine Träume zu visualisieren und einen Plan zu erstellen, um diese zu verwirklichen.

Außerdem kann das Schreiben dir dabei helfen, alte Denkmuster zu durchbrechen und neue Gewohnheiten zu etablieren.


Es gibt dir den Mut, alte Wunden zu heilen, Krisen zu meisten und neue Wege zu beschreiten.



Schreiben ist heilsam – deshalb solltest du es tun: Schreib

Fang an, deine Gedanken niederzuschreiben.

Schreib über deine Erfahrungen, deine Träume, deine Ängste.

Schreib über deine Sorgen, deine Hoffnungen und Sehnsüchte.

Sei mutig, sei verletzlich, sei präsent – dort, auf dem Papier.

Sei bereit, auszusprechen, was ausgesprochen werden muss.

Lass dich von den Worten leiten, die mitten durch dein Herz fließen und alle Wahrheiten deines Inneren in sich vereinen.

Nutze das Schreiben, um deinem inneren Schmerz ein Ventil zu schenken und ihn so Stück für Stück zu überwinden.



Hier sind 4 Schreibimpulse, mit denen du direkt ins Schreiben starten und Krisen meistern kannst:

  • Welche Gefühle versuche ich gerade zu vermeiden? Warum tue ich das und was könnte dieses Gefühl gerade von mir brauchen?

  • Denk an einen Ort, an dem du dich wohlfühlst & der ein entspanntes und beruhigendes Gefühl in dir auslöst? Gehe in Gedanken an diesen Ort & schreibe über ihn. Achte dabei auf deine Sinne. Was siehst, fühlst, schmeckst, riechst und hörst du gerade?

  • Wie könnte mich diese Krise lehren, behutsamer mit meinen Ressourcen umzugehen, seien sie physischer, emotionaler oder auch finanzieller Natur?

  • Als ich das letzte Mal in einer Krise steckte, welche gesunden und dysfunktionalen Wege, habe ich gewählt, um damit umzugehen? Gibt es etwas, dass ich diesmal anders machen könnte?

Dieser Beitrag hat 0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

An den Anfang scrollen
Send this to a friend