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monatsrückblick Fusion Erinnerungen und alte Wunden

Monatsrückblick September 2021: Fusion & alte Wunden

01Okt2021

Mein September war bunt durchmischt. Es gab Erkenntnisse und Euphorie – aber auch Erstarrung und unzählige Tränen. Ich habe geschrieben, aber nicht das, was ich mir vorgenommen hatte und die letzte Woche habe ich in einer Art Nebel verbracht.

 

Abschied & Verluste

Die letzte Woche des Septembers war geprägt von Abschieden.

Urplötzlich ist erst eins unserer 5 Kätzchen gestorben,dann auch die anderen 4 .Bei jedem Einzelnen habe ich gehofft und gebangt, innerlich darum gebetet, dass das Leben sie mir nicht entreißt.

Ohne Erfolg.

Denn obwohl ich nicht loslassen wollte und alles getan habe, damit ich es nicht muss, sind sie unwiderbringlich aus unserem Leben verschwunden.

Ich habe viel geweint.

Alleine und auch mit den Kindern und die letzte Woche in einem seltsamen Nebel verbracht. Es tat weh und das tut es noch. Aber ich weiß, dass das in Ordnung so ist. Dass es nicht nur normal ist und Verluste schmerzen, sondern das ich als emotionaler Mensch eben jemand bin, der all das stark und ausgibig fühlen muss, um überhaupt einen Abschluss finden zu können.

 

Erinnerungen, alter Schmerz und das Wachsen

Im September kam einiges hoch.

Das waren die Themen Tod und Verlust, die sich durch mein Leben ziehen wie Kaugummi und mit denen ich nur bedingt gut umgehen kann, obwohl ich es mir insgeheim anders wünsche.

Ich habe gemerkt, wie viel Arbeit da noch vor mir liegt. Dass ich mich nicht nur kurzfristig während eines schmerzhaften Momentes mit der Vergänglichkeit des Lebens auseinandersetzen muss, sondern einen Umgang damit finden. Einen, der nicht zu Flucht und Ignoranz, sondern zum bewussten Hinsehen führt.

Zeitgleich waren wie aus dem Nichts Dinge präsent, die mir für eine kurze Zeit den Boden unter den Füßen weggerissen haben.

Da war die Erinnerung an Geburtstage und furchtbare Feiertagen, an familiäre Streitereien und das Mobbing in der Schule. Ich wurde mit alten Freundschaften und der Beziehung zu meinen Brüdern konfrontiert und all der hässlichen Zeit, die ich als Teenager durchgemacht habe.

All das tat weh – und war gleichzeitig befreiend.

Mich damit auseinanderzusetzen hat geholfen, tiefere Verbindungen und Zusammenhänge aufzudecken und ein neues Verständnis zu finden. Für mich und das Leben.

Aufs Neue durfte ich lernen, das selbst jene Themen, mit denen wir vermeintlich abgeschlossen haben, weiterhin präsent sind. Sie gehen nicht – sondern verweilen und beinflussen uns, nur eben auf einer anderen Ebene.

Weil Aufarbeitung ein stetiger Prozess ist. Ein aktiver Prozess aus dem Abtragen alter Schichten und dem Fühlen alten Schmerzes.

 

Die Fusion von Seelenschreiberei & Marla Grey

Während ich im Juli noch meine Autorenseite überarbeitet und mir vorgenommen habe, dort mehr zu bloggen, habe ich im September eine komplett gegensätzliche Entscheidung getroffen: Die Zusammenlegung beider Seiten.

In der Vergangenheit habe ich desöfteren über diesen Schritt nachgedacht, mich aber aus Angst jedes Mal dagegen entschieden.

Immer war da die Sorge, dass die Themen zu unterschiedlich sind – bis mir klar geworden ist, dass das überhaupt nicht stimmt und es auch gar nicht darum geht.

Im Gegenteil sogar.

Es tut mir nicht gut, diese beiden wichtigen Bereiche meines Lebens von einander zu separieren und damit zerissen zwischen zwei Webseiten und zwei „Welten“ zu sein.

Deshalb gab es eine Fusion und der Blog wurde mit weiteren Kategorien und Seiten ausgestattet.

Es gibt jetzt die Kategorie Autorenleben – in der ihr alles rund um mein Leben als Autorin erfahren könnt. Die Kategorie Bücherwelt – in der sich alles um meine Bücher dreht und die Kategorie Persönliches, in der ihr unter anderem meine Monatsrückblicke finden könnt. Außerdem habe ich eine Über Mich-Seite und eine Über meine Bücher Seite erstellt. Und meine Romane haben – samt Triggerwarnungen – natürlich auch ihren Platz im Shop gefunden.

Denn ich möchte verbinden statt zu trennen.

Hier auf Seelenschreiberei geht es um die Seele und das Schreiben. Um mich und damit eben auch um meinen Autorenalltag. Beide Themen sind untrennbar mit mir und den Themen auf diesem Blog verbunden und auch, wenn die Angst anzuecken weiterhin da ist und ich keine Ahnung habe, wie sich das langfristig entwickeln wird, fühlt es sich richtig so an.

Wie heißt es so schön?

Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen.

Deshalb laufe ich los und werde sehen, was passiert. Ich lebe die Veränderung – egal wie sehr sie mich manchmal auch ängstigt.

 

Was sonst noch los war:

  • Mein Monatshighlight war: „Die Stille meiner Worte“ von Ava Reed. So ein wundervolles Buch über Verlust und das Wiederfinden. Über Schuldgefühle und Heilung.
  • Mit den Kids habe ich die letzten warmen Tage im Park verbracht, Eis gegessen und auf einer der Hollywoodschaukeln gesessen.
  • Jede Menge Runden Mario-Kart 8 wurden gespielt- gegen meinen Mann und meine große Tochter – aber meistens habe ich haushoch verloren. Trotzdem war es toll. Und schön. Mit vielen Lachtränen meiner Tochter und jeder Menge Spaß.
  • Mehrere Male war ich im strömenden Regen unterwegs, ohne Schirm, aber glücklich. Irgendwie mag ich es im Regen herumzulaufen, besonders mit den Kindern.
  • Ich habe das Buch „Building a Live worth Living“ begonnen – die Lebensgeschichte von Marsha M. Linehan, der DBT-Begründerin selbst.
  • Obwohl nur noch wenige tausend Wörter im vierten Teil der Savanna Springs Reihe fehlen, habe ich kein einziges weiteres Wort im Manuskript getippt und meine Deadline verpasst. Ich konnte es nicht, obwohl ich mir vorgenommen habe Trevors und Joanas Geschichte im September zum Abschluss zu bringen.
  • Ich habe damit begonnen eine neue Geschichte zu schreiben, von der ich gar nicht erwarten kann, schreibend tiefer einzutauchen.
  • Gleich 3 Migräne-Attacken haben mich lahmgelegt – aber der September ist auch der 5 Monate ohne epileptische Anfälle.
  • Mehrere Male bin ich unter die 1000 Follower – Grenze auf meiner Instagram-Autoren-Seite gefallen. Das war ein seltsames Gefühl und hat sich angefühlt wie Versagen, während ich gleichzeitig erleben durfte, wie eine Leserin es gesehen & ihre Follower dazu aufgerufen hat, mir zu folgen, weil ich so toll bin. Das hat sich super schön angefühlt. Zu erleben, dass Menschen an mich glauben und meine Geschichten lieben.
  • Einige Entscheidungen wurden getroffen – für mich. Außerdem wurde Behördenkram geklärt, der mich wirklich nervt & meine Steuererklärung habe ich auch endlich abgeschickt. Tschaka.
  • Ich habe ein Workbook der Schreib-Darüber Reihe zum Thema „Selbstliebe“ veröffentlicht, als Print und Ebook & weitere Workbooks & Tagebücher gebastelt, die jedoch noch nicht freigeschaltet worden sind.
  • Bei einem längeren Stromausfall haben wir uns nach draußen gesetzt und zu viert Uno gespielt.
  • Ein paar Serien habe ich gebingt. Unter anderem alle Folgen von The Bold Type, die mir überraschend gut gefallen hat.
  • Im September gab es ganz viel bewusste Familienzeit, die ich genossen habe. Viele kleine wundervolle und wertvolle Momente, die mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und mich dankbar sein lassen. Für das Leben, dass ich führe, meine kleine Familie und vieles mehr.

 

Meine Blogartikel im September:

 

Was mich im Oktober 2021 erwartet:

Am 2 Oktober feiern mein Mann und ich unseren 9ten Hochzeitstag und den Beginn unserer Beziehung vor 16 Jahren. Gleichzeitig wartet – neben einer langen To-Do-Liste – sein Geburtstag und die Vorbereitungen für die Halloween-Feier der Kinder auf mich.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Was für ein berührender, sinnlicher Monatsrückblick.
    Ich habe mich in vielem angesprochen gefühlt, konnte deine Gefühle und Gedankengänge nachvollziehen. Ich wünsche dir viel Kraft, die nächsten Schritte auf dem Weg zur Versöhnung mit dir und deiner Vergangenheit zu gehen.
    Und danke für die Kommentare, die du meinen Schülerinnen hinterlassen hast. Ohne diese hätte ich deinen Blog nicht gefunden. Und mir wäre etwas entgangen.

    1. Danke!
      Und sehr gerne – ein wundervolles Projekt und so eine tolle Idee. Da wäre ich gerne Schülerin gewesen bei dir. Schreiben ist so was wundervolles und bereicherndes.

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