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Monatsrückblick Oktober: Bunte Herbstblätter und Jahrestage

01Nov2021

Der Oktober war bunt, geprägt von einigen Jahrestagen und intensiven Gefühlen.

Ich habe nicht nur mein Buch erfolgreich zu Ende geschrieben und meine Leidenschaft zum Schreiben (wieder) entdeckt, sondern auch mit Ängsten gekämpft.

Schreiben ist und bleibt meine Leidenschaft

Im Oktober konnte ich (wieder einmal) ganz deutlich spüren, wie sehr ich das Schreiben wirklich brauche.

Das mag seltsam klingen, weil ich hier ja quasi ständig darüber schreibe. Aber die Wahrheit ist, dass ich ebenso sooft zweifel.

Beim Schreiben gibt es jede Menge Höhen – aber auch genauso viele Tiefen. Und Tage in denen ich mich in genau diesen Tiefen verliere. Schneller, als mir das lieb ist.

Aber im vergangenen Monat konnte ich es wieder ganz deutlich spüren: Wie sehr ich es liebe und brauche.

Ich konnte spüren, wie unvollständig ich mich fühle, wenn ich nicht schreibe.

Wie unvollkommen ich mir vorkomme, wenn ich nicht in eine Geschichten eintauchen kann.

Und auch, wie all die Anspannung und Gefühle aus mir herausfließen, sobald ich den Stift ansetze und meine Gedanken aufs Papier bringe.

Intensive Gefühle und Corona

Es war vorallem die Corona Situation, die mich im Oktober beschäftigt hat.

Dabei war es nicht der Virus selbst oder die härteren Maßnahmen, die hier in Rumänien in Kraft getreten sind, sondern allem voran die Stimmung in der Welt, die mich nicht losgelassen hat.

Da ist so unglaublich viel Furcht in den Menschen. Und soviel Hass auf einander.

Da sind hässliche Worte, die ich aufsauge und mich deshalb während der vergangenen Wochen viel zu oft wie gelähmt gefühlt habe.

Ich hatte Angst.

Davor, was das alles mit unserer Welt macht.

Mit unserer Menschlichkeit. Dem Miteinander. Und den einzelnen Menschen.

Da war dieses lähmende und alles überschattende Gefühl, dass ich in einer solchen Welt niemals leben können werde, weil ich mir etwas ganz anderes wünsche, als das, was da gerade entsteht.

Ich musste mich mit dieser Angst auseinandersetzen, hindurchgehen und konnte merken, wie wichtig es ist, mich stattdessen auf mich und das, was ich wirklich beeinflussen kann, zu fokussieren.

Weil ich die Welt nicht ändern kann, ganz gleich, wie sehr ich das auch will.

Ich kann die Menschen nicht dazu bringen sich gegenseitig wahrzunehmen und sich auf Augenhöhe zu begegnen.

Und ich kann auch nicht mit einem Fingerschnippen die Art von Gesellschaft für meine Töchter erschaffen, die sie (und viele andre) verdient hätten.

Ich habe mich an ein Zitat von John F. Kennedy erinnert. Denn er hat gesagt:

„Es ist das Schicksal jeder Generation, in einer Welt unter Bedingungen leben zu müssen, die sie nicht geschaffen hat.“

Es hat mir bewusst gemacht, dass ich nicht alles ändern – aber sehr wohl das Beste daraus machen kann.

Aus dem, was da ist.

Also habe ich Radikale Akzeptanz geübt. Mich auf meine Träume, Wünsche und die kleinen Glücksmomente des Lebens konzentriert, statt die Angst zu nähren.

Und das war wichtig.

Unser 9ter Hochzeitstag

Im Oktober haben mein Mann und ich nicht nur unseren neunten Hochzeitstag gefeiert, sondern auch den fünfzehnten Jahrestag seit Beginn unserer Beziehung.

Eine lange, prägende Zeit.

Eine Zeit, in der wir gewachsen sind – miteinander und aneinander.

Gegen alle Widerstände und Meinungen, selbst die seines Therapeutens, der ihm einreden wollte, wir würden eine ungesunde Symbiose leben.

Im Oktober habe ich alles Revüe passieren lassen und mir bewusst gemacht, dass das, was wir da haben, niemals selbstverständlich sein wird.

Weil ich den einen Menschen gefunden habe, mit dem ich alt werden möchte und der nicht nur mein Partner und der Vater meiner Töchter ist, sondern vorallem mein bester Freund.

Was sonst noch im Oktober los war:

  • Ich habe unsere alte Nachbarin aus dem Dorf, in dem wir vorher gelebt haben, spontan auf der Straße getroffen. Das war total schön.
  • Wir haben das erste Mal die Burg Hunedoara besucht, obwohl ich schon einige Jahre hier lebe, habe ich die nämlich bisher nur aus der Ferne bestaunt. Und: Sie ist gigantisch und wirklich schön.
  • Ich konnte ein paar neue Ecken der Stadt entdecken.
  • Wir haben entschieden, dass wir einem kleinen Hund ein Zuhause geben wollen. Leider gestaltet sich die Kontaktaufnahme mit dem Tierheim aktuell aufgrund der Sprachbarrieren etwas schwieriger als gewünscht.
  • Die Coronamaßnahmen wurden verstärkt, was bedeutet, dass die Maskenpflicht wieder überall – innen und außen – gilt. Die Schulen sind geschlossen, was uns als Freilerner natürlich nicht betrifft, aber ein Einschnitt für viele andere Familien hier bedeutet.
  • Meine Kleinste hat ihren ersten Zahn verloren. Sie war super stolz und hat darauf bestanden, dass die „Zahnfee“ ihr etwas bringt. Also hat sie das getan.
  • Ich musste zwei weitere tote Katzen finden – jedoch nicht unsere eigenen. Eine auf unserem Grundstück, eine auf dem Weg vom Einkaufen nach Hause. Nach all dem Tod und Verlust im letzten Monat war das noch furchtbarer als ohnehin schon.
  • Ich habe den True Crime Podcast Mord auf Ex entdeckt und einigen Folgen gelauscht. Und ich liebe ihn. Linn und Leo sind super sympathisch, haben wundervolle Stimmen und die es macht einfach Spaß, ihnen zuzuhören.
  • Die 2te Staffel Truth be Told wurde weggesuchtet, die mich genauso wie die erste begeistert hat. Die Serie ist unglaublich toll & hat dazu beigetragen, dass ich mich überhaupt erst an Mord auf Ex herangewagt habe.
  • Die ersten drei Bände der Magie der tausend Welten– Reihe von Trudi Canavan habe ich rereadet und im Anschluss den vierten Teil gelesen. Allerdings war ich vom Ende irgendwie enttäuscht.
  • Ich habe die Rohfassung von Trevors Geschichte beendet und damit den vierten Teil der Savanna Springs Reihe abgeschlossen. Jetzt lasse ich das Manuskript eine Weile liegen, ehe ich mich an die Überarbeitung setze.
  • Am 31.10. mit den Kids Halloween gefeiert. Mit einem lecker-gruseligen Büffet und einigen Filmen.
  • Ich habe jede Menge Kastanien gesammelt.
  • Einige schlaflose Nächte durchlebt.
  • Mich mit CSS und Plugins auseinandergesetzt und Softwares durchforstet.
  • Die mobile Ansicht der Webseite irgendwie gecrasht, aber mit Hilfe geschafft, dass sie wieder ansehnlich aussieht. Einige Fehler sind jedoch nach wie vor da.

Meine Blogartikel im Oktober:

Was im November auf mich wartet:

Im November wartet der NaNoWriMo – an dem ich dieses Jahr unbedingt teilnehmen möchte und hier auf dem Blog darüber schreiben werde.

Das wird jede Menge Zeit und einen Großteil meiner Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, aber ich freue mich unglaublich auf dieses Schreib-Abenteuer.

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