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Journaling: 5 Wege um dein Tagebuch geheimzuhalten

Journaling: 5 Wege um dein Tagebuch geheimzuhalten

15Dez

Mein Tagebuch gehört mir. Die Einträge sind nicht für fremde Augen bestimmt. Manchmal teile ich Abschnitte daraus mit Freunden oder meinem Mann, aber das allermeiste bleibt dort, wo es ist: zwischen den Seiten meines Journals, gut verborgen, für andere unsichtbar.

Selbst als Autorin lasse ich nur ausgewählte Menschen einen Blick auf den Roman erhaschen, an dem ich schreibe. Nicht, weil ich nicht an meine Geschichten oder die Idee dahinter glaube, sondern weil Schreiben für mich ein störanfälliger Prozess ist.

Tagebücher sind privat. Sie brauchen einen geschützten Ort, damit unsere Worte sich entfalten können.

Ohne neugierige Blicke.
Ohne kritische Rückfragen.
Ohne Einmischung.
Ohne Wertung.

Denn nur, wenn wir sicher sein können, dass unsere Privatsphäre gewahrt wird, trauen wir uns, unsere wahren Gedanken und Gefühle zu Papier zu bringen. Ungeschliffen, roh und echt. So, wie sie sind.

 

Hier sind also 5 Ideen, wie du dein Journal vor neugierigen Blicken schützen kannst:

 

1. Such dir ein untypisches Versteck für dein Tagebuch.

Egal wie sehr dich die Menschen, mit denen du zusammenlebst auch lieben: Die Versuchung in einem Tagebuch zu stöbern, und so einen Blick auf Gedanken zu erhaschen, kann groß sein.

Deshalb lass dein Tagebuch weder offen herumliegen, noch verstecke es an einer typischen Stelle wie unter deinem Bett oder in einem Kissenbezug .

Bewahre es an einem Ort auf, den nur du kennst. Dieser Ort kann ungewöhnlich oder unscheinbar sein. Hauptsache: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Als Jugendliche habe ich meine Tagebücher beispielsweise lange in einer unscheinbaren Kiste aufbewahrt oder das, in dem ich gerade schrieb, in einen Spalt zwischen Bett und Wand geschoben.

Doch es geht auch kreativer: Eine Frau verwahrt ihr Tagebuch beispielsweise im Küchenregal zwischen den Kochbüchern auf. Der einzige Ort, an dem ihr Mann niemals danach sucht.

 

2. Tarne dein Tagebuch mit einem Fake Cover.

Fake Cover sind eine einfache und effektive Möglichkeit, um ein Tagebuch zu führen und gleichzeitig deine Privatsphäre zu wahren.

Denn Fakt ist: Wer nicht weiß, wie dein Tagebuch aussieht, kann auch nicht darinnen lesen.

Fake-Cover können unterschiedlich sein:

Als Schüler, Student oder Auszubildender kannst du Hefte und Bücher beispeilsweise mit einer Fake-Aufschrift versehen. Schreib ein Fach deiner Wahl auf den Umschlag oder die erste Seite und bewahre es zwischen deinen Unterlagen auf.

Eine weitere Variante ist es, dein Journal mit dem Schutzumschlag eines Romans deiner Wahl zu versehen, damit es aussieht wie ein Buch. Am besten wählst du dafür ein Genre, dass niemand sonst in deiner Familie liest. Denn so kann dein Tagebuch sogar offen im Regal stehen, ohne das jemals jemand danach greift.

 

3. Schaffe dir ein falsches Journal an.

Gerade wenn die Leute um dich herum wissen, dass du regelmäßig Tagebuch schreibst, kann ein Fake-Journal Abhilfe schaffen.

Für ein Fake-Tagebuch füllst du ein Notizbuch deiner Wahl mit langweiligen und tristen Einträgen und lässt es offen herumliegen. Damit kannst du besonders neugierige Mitbewohner oder Familienangehörige auf eine falsche Fährte locken.

Bedenke: Alles, was du in dein falsches Journal schreibst, kann gelesen werden. Erzähl weder Lügen, die gegen dich verwendet werden könnten, noch werf mit Falschinformationen um dich. Dein Fake-Tagebuch soll von deinem richtigen Tagebuch ablenken, keine neue Spur dahin legen.

 

4. Schließ dein Tagebuch ein.

Meine Tochter hat eines dieser Tagebücher, die man mit einem kleinen Herzschloss verschließen kann. Und auch, wenn Bücher wie diese vor flüchtigen Blicken schützen, sind sie nicht dafür gedacht deine Privatsphäre tatsächlich zu schützen.

Im Gegenteil: Mit einer Nadel gelangt jeder an das, was du darinnen schützen willst. Ein Grund, warum ich in die Dinger früher nie auch nur ein Wort schreiben konnte.

Nein. Wenn du dein Journal tatsächlich vor neugierigen Blicken und fremden Augen schützen willst (oder sogar musst) ist die bessere Variante, es in einem abschließbaren Aktenschrank oder einer Schublade mit Schloss aufzubewahren.

 

5. Führe dein Tagebuch digital.

An Orten, an denen du nicht sicher sein kannst, dass deine Privatsphäre wirklich gewahrt bleibt oder wo die Gefahr besteht, dass das, was du schreibst gegen sich verwendet werden könnte: Führe dein Tagebuch am besten digital.

 

 

Hast du noch eine weitere Idee? Dann hinterlass deinen Tipp gerne in den Kommentaren.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Ein liebe Hallo,

    Eine Möglichkeit Dinge sicher aufzubewahren, ist ein Schließfach bei der Bank. Um an diese zu gelangen benötigt man die Geldkarte desjenigen, dem das Fach gehört, eine Geheimnummer und einen Schlüssel.

    Liebe Grüße
    Vivian

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