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Journaling: 6 Ideen, um dein Tagebuch digital zu führen

Journaling: 6 Ideen, um dein Tagebuch digital zu führen

01Dez

Tagebuch schreiben tut gut. Doch obwohl das handschriftliche Schreiben besonders wertvoll ist, hat Digitales Journaling ebenfalls seine Vorteile.

Ein Vorteil ist, dass das, was du aufschreibst einfacher zu erhalten ist.

Handschriftlich geführte Tagebücher können zerstört werden: beispielsweise durch falsche Lagerung oder einen Wasserschaden. Und nicht immer ist das, was wir zu Papier bringen einige Zeit später noch gut zu entziffern.

Auch der Schutz vor neugierigen Augen kann durch digitales Journaling gewahrt bleiben. Ganz besonders dann, wenn die Menschen mit denen wir zusammenleben unsere Privatsphäre nicht wahren wollen. Oder schlimmer noch: Alles, was sie in die Hände bekommen gegen uns verwenden.

 

 

Hier sind also 6 Wege, wie du dein Journal digital führen kannst:

 

 

1. Journaling in einer Datei / einem Ordner auf deinem PC/Laptop.

Es ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, um ein digitales Tagebuch zu führen. Alles, was du dafür brauchst, ist Schreibprogramm deiner Wahl. Das muss nicht einmal Word sein, auch ein kostenloses wie Libre Office oder ein reines Textprogramm reichen völlig.

Leg dafür einen Ordner deiner Wahl an, speicher dort dein Schreibdokument ab und fang an zu schreiben. Es ist möglich jeden Eintrag für sich abzuspeichern oder jeweils mehrere zusammenzufassen.
Und auch in deinem Ordner kannst du mehrere Unterordner erstellen, z.b. um deine Einträge nach Wochen, Monaten oder Jahren zu sortieren.

Ein Vorteil dieser Methode ist, dass du dein digitales Tagebuch auch ohne Internetzugang führen kannst. Um es z.b. auf unterschiedlichen Geräten zu nutzen könntest du deinen Tagebuch-Ordner aber auch auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte abspeichern und immer bei dir tragen. Oder einen Online-Speicher mit Passwort nutzen.

Nachteil: Zumindest unter Windows 10 kann man keine passwortgeschützten Ordner anlegen. Zwar kannst du deinen Ordner anders betiteln und in den Weiten unbedeutender Ordner unterbringen, aber natürlich kann jeder, der ihn findet, auch darinnen lesen, wenn er Zugang zu deinem Gerät hat.

 

 

2. Journaling in einem privaten Blog.

Als Jugendliche habe ich einige Zeit lang ein virtuelles Tagebuch im Internet geführt. Auf einer Blogging-Plattform habe ich Gedanken und Gefühle festgehalten, einen Teil meiner Geschichte erzählt und konnte mich dafür von jedem Computer aus einloggen. Damals gefiel mir, offen über das zu schreiben was mir passiert ist und trotzdem über ein Pseudonym geschützt zu sein.

Heute werden Blogs meistens eher als Plattform benutzt, z.b. von Unternehmen und Bloggern, um über bestimmte Themen zu informieren.

Doch Blogs können auch für privates Schreiben genutzt werden.

Bei Blogging-Plattformen wie myblog.de, Blogger.com oder Blog.de kannst du entscheiden, ob dein Blog öffentlich oder privat geführt werden soll. Auch kannst du einzelne Beiträge mit einem Passwort schützen.

Die kostenlose Software WordPress bietet diese Funktion ebenfalls. Dafür brauchst du allerdings kostenlosen oder kostenpflichtigen Webspace und eine passende Domain.

Vorteil: Du kannst von jedem Ort und jedem Gerät auf dein virtuelles Tagebuch zugreifen. Auch mobil schreiben ist möglich. Teilweise können Einträge sogar per Email veröffentlicht werden.

Außerdem kannst du Menschen, denen du vertraust, Zugriff auf dein virtuelles Tagebuch gewähren. Zum Beispiel kannst du deinem Therapeuten das Passwort überlassen, wenn du dein Therapie-Tagebuch online führst.

Nachteil: Offline schreiben und abspeichern ist nicht möglich.

Wichtig zu wissen: Ein virtuelles Tagebuch auf eigenem Webspace zu installieren und dir eine Top-Level-Domain zuzulegen, bedeutet, dass jeder dich als Besitzer/-in ausfindigmachen kann. Außerdem sind eventuelle Kosten auch auf Kontoauszügen ersichtlich. Das solltest du bedenken.

 

 

3. Tagebuch in einem Online-Forum führen.

Wenn du dich gerne und viel in Foren aufhältst, dich gut mit den Usern verstehst, warum dann nicht auch dort dein Tagebuch führen? Manche Foren bieten genau das an.

Auch in unserem Selbsthilfeforum hast du die Möglichkeit, unterschiedliche Arten von Tagebüchern anzulegen. Themenspezifisch, für genau das, worüber du gerne schreiben möchtest. Sogar mit Passwortschutz.

Vorteil: Wenn es sich um ein geschlossenes Forum handelt, ist für niemanden von Außen ersichtlich, dass du dort ein virtuelles Tagebuch führst.

Nachteil: Im Gegensatz zu einem Blog oder dem Schreiben in einem Dokument können Administration und Teammitglieder auch in passwortgeschützten Bereichen mitlesen.

 

 

4. Journaling via Email.

Eine weitere Variante für digitales Journaling ist die Email-Methode.

Dafür legst du bei einem x-beliebigen Anbieter eine Zweit-Emailadresse deiner Wahl an, tippst deinen Tagebucheintrag und schickst ihn dir selbst zu. Du kannst sogar Anhänge wie Fotos anhängen, wenn du das möchtest.

In deinem Tagebuch-Postfach werden alle deine Journaling-Mails gespeichert. Mit Datum, Text und allem, was du mitschickst.
Bei manchen Email-Anbietern (wie Gmail) kannst du sogar Order anlegen, z.b. für die verschiedenen Monate oder Jahre und deine Mails dort einsortieren.

Tipp: Diese Methode eignet sich übrigens besonders gut, wenn du gerne in »Briefform« schreibst oder für Unsent Letters.

 

 

5. Tagebuch schreiben mit einem Journaling-Programm.

Es gibt eine Menge Programme, mit denen man ein Tagebuch führen kann. Manche mit mehr, andere mit weniger Funktionen.

Manche von ihnen sind nur in der Basisversion kostenlos, andere immer.

Ein einfaches Programm (Windows 10) ist PaperStreet Journal. Es ist kostenlos und minimalistisch auf das konzentriert, worum es beim Journaling geht: zu schreiben. Außerdem ist es mit einem Passwort deiner Wahl schützbar.

 

 

6. Journaling über eine ein App.

Gerade wenn du dein Tagebuch auch mobil führen möchtest, dir Sicherheit und mehr Funktionen wünschst, eignet sich ein App fürs Journaling.

Bei Schreibenwirkt.de habe ich dazu eine wundervolle Liste entdeckt, die ich an dieser Stelle verlinken möchte. Paul hat einige Tagebuch-Apps persönlich ausprobiert und die besten in einem ausführlichen Blogartikel zusammengefasst.

 

 

Was nutzt du? Gibt es etwas, was ich vergessen habe? Hast du Tipps für Apps, Blogseiten oder Programme? Dann schreib mir gerne ein Kommentar.

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