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Gründe Tagebuch schreiben

Journaling: 22 Gründe dafür, ab sofort Tagebuch zu führen

08Nov2021

Ich liebe das Tagebuch schreiben. Ich liebe es, meine Gedanken in Worte zu fassen und einen Ort zu haben, der nur mir gehört.

Für mich ist Schreiben meditativ, heilsam und therapeutisch.

Ich brauche es wie die Luft zum Atmen.

Auch, und gerade weil, ich es liebe.

Aber meine Gründe sind nicht die Einzigen, die für das Führen eines Tagebuchs sprechen. Es gibt noch unzählige mehr.

Hier sind 22 davon.

Du solltest ab sofort Tagebuch schreiben, um …

... deine eigene Geschichte zu erzählen

Du musst nicht etwas offensichtlich Großes erlebt haben oder berühmt sein, um eine besondere Geschichte erzählen zu können.

Anne Franks Tagebuch ist nicht deshalb besonders, weil sie etwas außerordentliches geschafft hat, sondern weil es uns einen Einblick in das Leben einer jungen Jüdin gibt.

Und zwar in einer Zeit, in der ihr Leben als wertlos angesehen wurde.

Auch wir erleben viel.

Unsere Gesellschaft wandelt sich ständig. Große und kleine Ereignisse lösen sich ab, neue Entwicklungen entstehen und neues Wissen löst alte Strukturen ab.

Jede Veränderung prägt und beeinflusst uns – bewusst oder unbewusst –  und damit unsere Entscheidungen und auch unser Leben.

Meine Tochter beispielsweise kann sich ein Leben ohne Internet nicht vorstellen – für viele Menschen war aber genau das eine lange Zeit Lebensrealität. Menschen erleben Kriege, sind Zeugen von Katastrophen oder entdecken die Welt.

Deshalb sei ein Zeitzeuge – dort, zwischen den Seiten deines Tagebuchs.

Vielleicht macht das, was du zu erzählen hast, für irgendwen auch einmal einen Unterschied.

... zu träumen

Wo sonst kannst du  deinen Träumen eine Stimme geben, wenn nicht zwischen den Seiten deines Tagebuchs?

Beim Journaling kannst du deine Träume nicht nur festhalten, sondern sie bis ins Kleinste auseinandernehmen oder sogar in die Realität holen.

Zumindest dort, auf dem Papier.

... deine Erinnerungen festzuhalten

Wir vergessen so viel.

Das, was sich heute präsent und klar anfühlt, wird irgendwann verblassen.

Vielleicht erinnerst du dich noch daran, vielleicht nicht.

Vielleicht verzerrt sich deine Wahrnehmung mit der Zeit.

Aber in dem du deine Erinnerungen festhältst, kannst du später in ihnen schwelgen.

Du kannst frührere Momente und vergangene Gespräche erneut erleben.

Rausfinden, wer du einmal gewesen bist.

... deine Gedanken zu sortieren

Journaling ist eine wundervolle Sache, um Gedanken und Gefühle zu sortieren, das Chaos in deinem Kopf auf Papier zu bannen und herauszufinden, was gerade los ist.

... deinen Kopf zu klären

Du bist im Stress? Dein Kopf ist zu voll? Tausend unerledigte Dinge stehen an und du hast keine Ahnung, wie du sie aus dem Kopf bekommen sollst?

Schreib sie auf.

In dein Tagebuch.

Es ist der beste Ort, um abzuschalten.

Ein Ort, zum Innehalten und Durchatmen.

... mit deiner inneren Stimme in Kontakt zu kommen

Oft laufen wir auf Autopilot durchs Leben und wundern uns dann, warum wir Dinge tun, die wir eigentlich gar nicht tun wollen.

Deshalb ist deine innere Stimme so wichtig.

Sie ist der Gradmesser deines inneren Gleichgewichts, der Hüter deiner moralischen Vorstellungen und das Sprachrohr deiner Intuition.

Oft ignorieren wir sie – bis wir uns bewusst dazu entscheiden ihren Worten zu lauschen. Und dabei unglaublich viel lernen.

Über uns, unsere Wünsche und das, was wir wirklich brauchen.

... dich selbst besser kennenzulernen

Dein Tagebuch zeigt dir, wer du bist, wer du sein könntest und auch, wer du wirklich sein möchtest.

Es deckt deine Baustellen auf und berührt deine wahren Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte.

Es kann dein Spiegel sein – nämlich dann, wenn du es zulässt.

... du selbst zu sein

Je mehr du über dich selbst lernst, umso mehr kannst du dein Leben auch aktiv gestalten.

Denn nur, wenn du weiß, wer du bist und was dich ausmacht, was du brauchst und dir wünschst, kannst du wichtige Wegweiser setzen und deinen eigenen Weg gehen.

... deine Gefühle in Worte zu fassen und herauszufinden, was du wirklich fühlst

Tagebuch schreiben hilft dir dabei, deine Gefühle wahrzunehmen, einzusortieren und zu formulieren.

Denn beim Schreiben kommst du in Kontakt mit deinem Unterbewusstsein und kannst so herauszufinden, wie es dir tatsächlich geht.

Und warum.

... dich zu erinnern

Ein Tagebuch verwahrt lose Momente, die sich nach und nach verdichten und wird zu deiner ganz persönlichen Sammlung aus Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen.

Zu etwas, in dem du stöbern kannst, wann immer dir danach ist.

... dich auszudrücken

Schreiben hilft dir dabei, Worte zu finden und damit deine eigene Stimme zu schulen.

Dein Tagebuch ist der Ort, für das, was du zu sagen hast.

Über das Leben.

Die Entwicklungen dieser Welt.

Zu allem, was dich interessiert oder wichtig für dich ist.

... deine eigene Kreativität zu leben

Zeichnen, Skizzen machen, Gedichte schreiben, deinen Tag in eine Kurzgeschichte zusammenfassen, einen Songtext oder Haikus entwickeln – beim Journaling kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Teste kreative Techniken.

Gib deinem inneren Künstler einen Ort, wo er sich austoben kann.

... deine Schwächen und Stärken zu entdecken

Beim Schreiben kannst du entdecken, welche Dinge dir liegen und leicht von der Hand gehen.

Und auch, was dir schwerfällt und woran du arbeiten könntest.

Es zeigt dir deine Stärken und Schwächen.

Jene Charakterzüge und Begabungen, die dich einzigartig machen.

Eben genau das, was dich ausmacht.

... Ziele zu setzen

Du willst abnehmen, schädlichen Verhaltensweisen aus deinem Leben werfen oder eine längere Reise planen?

Dann halt deine Ziele in deinem Tagebuch fest.

Dort kannst du sie formulieren und in Teilziele unterteilen.

Du kannst sie nachlesen, dokumentieren und verfolgen.

... zu reflektieren

Unerwünschte Verhaltensweisen, Gedankenmuster, aktuelle Krisen: in deinem Tagebuch kannst du in die Rückschau gehen.

Du kannst Verhaltensmuster, Glaubenssätze und die Hintergründe von Rückfällen auseinandernehmen und verstehen lernen.

Betrachte einen Streit mit deinem Partner, ein schwieriges Vorstellungsgespräch oder Suzidgedanken rückblickend.

Finde heraus, welche Gefühle und Gedanken präsent waren und was welche Reaktionen hervorgerufen hat.

Reflektion ist ein wirkungsvolles Tool um u.a. mit Ängsten zu arbeiten oder deine persönlichen Trigger kennenzulernen.

... Rituale zu schaffen & neue Strukturen zu etablieren

Schreiben kann uns – regelmäßig angewendet – nicht nur Entlastung, sondern auch Kontinuität und Regelmäßigkeit schenken.

Dann, wenn du Abend für Abend zu deinem Tagebuch greifst oder morgens direkt nach dem Aufstehen schreibend deine Gedanken sortierst.

Es stützt unsere Strukturen oder hilft dabei, sie zu vertiefen.

Beispielsweise durch das Festhalten von Zielen und das Notieren von Dingen, die wir ansonsten dauerhaft im Kopf behalten müssten.

... bewusste Pausen zu schaffen

Schreiben kann meditativ sein und wir können es zum Innehalten nutzen.

Es hilft dabei, Energie zu tanken und entleerte Akkus aufzuladen.

Wenn du den Stift aufs Papier setzen, erdet dich das.

Du wirst ruhiger.

Dein Körper hat Zeit neue Kraft zu schöpfen.

Genau wie deine Seele.

... Ideen festzuhalten

Mal ehrlich: Wie oft hast du eine tolle Idee und sie zieht vorbei, ohne das du dich im Anschluss an sie erinnern kannst?

Mir selbst passiert das oft. Viel zu oft.

Deshalb liegt der beste Aufbewahrungsort für deine Ideen zwischen den Seiten deines Tagebuchs – egal wie verrückt oder einzigartig sie auch sein mögen.

Dort kannst du sie sicher verwahren. Sie sind nachlesbar und bekommen die Aufmerksamkeit, die sie zweifelsohne verdienen.

... dein Schreibwerkzeug zu schleifen

Sobald wir schreiben lernen wir.

Wir entdecken neue Worte, erfinden Wortkreationen und entwickeln immer neue Wege, um uns, unsere Gedanken und Gefühle auszudrücken.

Tagebuch schreiben schleift deinen Audruck, nährt deinen Wortschatz und schult dein Textverständnis.

Das ist nicht nur gut für den Alltag, sondern vorallem beim Schreiben kreativer Texte.

... Schreibblockaden zu überwinden

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Tagebuch das Wundermittel bei einer Schreibblockade sein kann.

Schreib hinein, Tag für Tag, auch wenn du ansonsten nur auf den blinkenden Cursor starrst oder am immergleichen Kapitel feilst.

Füll die Seiten – es bringt dich weiter.

Versprochen.

... Geheimnisse zu verwahren

Jeder von uns trägt Dinge mit sich herum, die er anderen nicht anvertrauen kann oder will.

Manche dieser Geheimnisse gären in unserem Inneren und machen uns krank.

Deshalb schreib sie auf.

Nutz dein Tagebuch.

Mach dein Journal zum wichtigsten Tresor deines Lebens.

Zum Platz für deine Geheimnisse.

... achtsamer zu leben

Wenn du regelmäßig schreibst, reflektierst und damit deine Gedanken und Gefühle in Worte fasst, schult das auch deine Wahrnehmung.

Du lebst bewusster.

Und das hat einen positiven Einfluss auf dein seelisches Gleichgewicht.

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