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Journaling: Warum Du ab sofort ein Listen-Tagebuch führen solltest

Journaling: Warum Du ab sofort ein Listen-Tagebuch führen solltest

07Jan

Jeder von uns nutzt Listen auf die eine oder andere Weise. Wir schreiben Einkaufszettel, To-Do-Listen oder notieren, was wir nicht vergessen wollen.

Listen sind eine wichtige Gedächtnisstütze.

Sie helfen beim Organisieren und dabei, unsere Arbeit oder Freizeit zu planen.

Doch wusstest du, dass Listen weit mehr können als nur die alltäglichen Dinge unseres Lebens zu strukturieren? Du kannst sie auch als Tagebuch nutzen. Und damit sowohl für die Therapie, als auch für dein persönliches Wachstum.

4 Gründe für ein Listen-Tagebuch

Darüber, dass Schreiben uns nicht nur dabei helfen kann, mit traumatischen Erfahrungen umzugehen habe ich schon ein paar Mal geschrieben. Doch nicht nur expressives Schreiben, das Schreiben von Morgenseiten oder das Führen eines Therapie-Tagebuches ist wertvoll. Listen-Tagebücher sind es auch.

  1. Listen können dir helfen, deine Gedanken zu ordnen und Gefühle auszudrücken.
  2. Mit Listen kannst du Problemen und Schwierigkeiten auf die Spur kommen und dabei auch die sonst nicht so offensichtlichen Dinge bemerken.
  3. Listen geben dir die Chance, deine Möglichkeiten auszuloten, zum Beispiel, wenn eine (wichtigen) Entscheidung ansteht.
  4. Listen können dir helfen, einen Fokus zu setzen. Zum Beispiel darauf, was du gerade brauchst, du dir wünschst oder was dich belastet.
Gerade beim Journaling bescheren dir Listen jede Menge Möglichkeiten. Klick um zu Tweeten

Nicht nur, dass du jedes Thema, dass dich anspricht oder neugierig macht, zu einer Liste verarbeiten kannst. So eine Liste verrät auch viel über das, was wirklich in dir vorgeht. Beispielsweise darüber, was dich ängstigt oder Dinge, die dein Leben gerade erschweren, statt es zu bereichern.

Wie du ein Listen-Tagebuch führst

Es gibt nicht den einen Weg. Wie bei jedem Journal gilt: Erlaubt ist, was gefällt.

Du kannst dein Listen-Tagebuch so führen, dass jeder Eintrag eine neue Liste enthält oder zu bereits begonnenen Listen in unregelmäßigen/regelmäßigen Abständen Einträge hinzufügen.

Du kannst ganz lange Listen schreiben oder auch raspelkurze.

Du kannst Listen führen, die sich in bestimmten Abständen wiederholen (5 Dinge, die ich diese Woche geschafft habe) oder jedes Mal dieselben Punkte aufschreiben, um zu schauen, wie sie sich im Laufe der Zeit verändern. (wie: Was war heute schwer? Was gut? Was wünsche ich mir für morgen?)

Ein paar Beispiele für Listen-Tagebücher:

Du kannst positive Dinge sammeln (300 Dinge, die im letzten Jahr gut waren…)

Du kannst festhalten, was du unbedingt tun willst (50 Sachen, die ich im nächsten Jahr erleben will...).

-Du kannst Ängste aufschreiben (100 Dinge, die mir Angst machen) oder Erinnerungen festhalten (40 Augenblicke, die ich niemals vergessen will).

Du hast Probleme Dinge an dir selbst zu finden, die gut sind? Dann beginn eine Liste mit »100 Dingen, die ich an mir selbst mag«

Im Alltag fühlst du dich gestresst und müde? Starte eine Liste genau damit. Halte fest, was dich jeden Tag aufs Neue in Stress versetzt.

Du glaubst, dass du keine gute Mutter bist? Schreib eine Liste darüber, was eine gute Mutter deiner Meinung nach ausmacht.

Du überlegst eine Therapie zu starten oder kommt mit dem Therapeuten, der dich betreut, nicht zurecht? Schreib eine Liste mit Gründen für eine Therapie oder eine mit Dingen, die dich an deinem Therapeuten in den Wahnsinn treiben.

Es gibt Dinge, die du dich normalerweise nicht traust, aber du willst mutiger sein? Halt es fest. Jede Sache, die du geschafft hast.

4 Tipps für deine Listen (und das Tagebuch)

Wiederholungen sind okay und zwar immer!

Es geht nicht darum, Dinge nur einmal aufzulisten. Manchmal zeigt eine Liste mit ähnlichen oder gleichen Punkten sogar, welche Gewichtung sie in einnehmen. Etwas, das du nutzen kann: um mehr über dich, das Thema oder dessen Hintergründe zu erfahren.

Schreibe stichpunktartig oder in ganzen Sätzen: Völlig egal!

Deine Listen-Einträge können so lang oder kurz, so einfach oder präzise sein, wie du dir das wünschst. Schreib es so, wie es sich richtig anfühlt.

Schreib die Liste einfach runter, am besten so schnell wie möglich.

Deine Liste muss auf den ersten Blick nicht unbedingt Sinn ergeben. Und die Punkte dürfen sich ebenso wiedersprechen wie gegenseitig bestärken.
Schreib sie auf, ohne zuviel darüber nachzudenken. Nimm den Gedanken, der als Erstes kommt – denn er ist richtig, selbst wenn er unsinnig scheint. Dein Unterbewusstsein weiß, was es tut.

Nummeriere deine Einträge – oder auch nicht.

Gerade bei  langen Listen (wie 100 Dinge, die ich tun will, bevor ich sterbe) kann es hilfreich sein, sie bereits vor dem Schreibprozesses vorzunummerieren. Aber auch bei jeder Anderen kann es spannend sein, z.b. um zu sehen, wie viele Dinge du schlussendlich findest. Aber wenn du dich mit dem Nummerieren nicht wohlfühlst: Lass es bleiben. Am Ende geht es um die Liste selbst, nicht um die Nummer an Dingen, die dort stehen.

Wie bei allem, was du schreibst, gilt:

Probier dich aus.
Finde heraus, was du brauchst.
Tu, was sich gut anfühlt.

P.S. Hast du Lust ein Listen-Tagebuch zu beginnen und weißt nicht, mit welcher Liste du starten willst? Schau mal in unserem Forum vorbei. Im Tagebuch-Bereich findest du einen festgepinnten Beitrag mit Themen, die du nutzen kannst.

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