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    5 Dinge, die du ab sofort für dein seelisches Gleichgewicht tun solltest

    5 Dinge, die du ab sofort für dein seelisches Gleichgewicht tun solltest

    07Jul

    Als jemand, der gefühlt sein ganzes Leben psychisch krank war und nie daran glauben konnte, dass sich daran jemals etwas ändern würde, kann ich dir sagen: Gesund werden ist nicht nur anders, als wir glauben, sondern ein schleichender Prozess ist.

    Seelische Gesundheit ist kein Wunderwerk.
    Sie kommt nicht automatisch oder einfach so. Und ganz sicher geschieht sie nicht über Nacht.

    Vielmehr ist seelisches Gleichgewicht das Produkt der Arbeit mit und an uns selbst.

    In den letzten Jahren habe ich viel gelernt. Über mich, die Symptome, die mich quälten und die Art, wie ich mich selbst behandelte.

    Ich habe gelernt, was mir hilft – und was nicht.

     

    Hier sind 5 Dinge, die du ab sofort tun kannst. Für dein seelisches Gleichgewicht. Und für dich.

     

    1. Finde heraus, was du wirklich brauchst.

    Ständig streben wir nach Dingen, die wir wollen oder glauben tun zu müssen.
    Wir verausgaben uns für Jobs, die wir vielleicht gar nicht wirklich mögen.
    Für Geld, mit dem wir Gegenstände kaufen, die uns Glück und Zufriedenheit schenken sollen.
    Für Andere, damit sie uns lieben oder uns akzeptieren, wie wir sind.

    In »Die wahren Ursachen für Depressionen« vergleicht Johnann Hari das Stillen solcher Bedürfnisse mit Junkfood.

    Denn so wenig wie Fastfood uns näht und unserem Körper all die wichtigen Nährstoffe gibt, die er braucht, so wenig nährt das Stillen dieser Junk-Bedürfnisse unsere Seele.

    Wir fühlen uns voll – und hungern doch immer weiter.

    Dabei ist das, was wir wirklich brauchen das Stillen unserer essenziellen Bedürfnisse.

    Das nach körperlicher und seelischer Unversehrtheit.
    Das nach genug Schlaf, Nahrung und Ruhe.
    Das nach soziale Kontakten, Sicherheit und Raum für uns selbst.
    Das nach Entfaltung und persönlichem Wachstum.

    Deshalb:
    Finde raus, was du wirklich brauchst. Und dann gib es dir.
    Ohne wenn und ohne Aber.

     

    2. Schäm dich nicht für (vermeintliche) Schwächen.

    Früher habe ich mich dafür geschämt, dass ich so viel fühle. Ich habe meine Tränen gehasst. Konnte nicht ausstehen, wie ich auf Verletzungen reagierte.

    Ich schämte mich. Dafür, dass ich nicht härter im Nehmen war.
    Nicht standfester.
    Nicht selbstbewusster.
    Nicht gleichgültiger.

    Das Problem ist, dass das Fokussieren auf unsere Schwächen uns nicht weiterbringt. Es ist eine Sackgasse und nur eine Seite der Medaille.

    Weißt du warum? Weil auch Schwächen zwei Seiten haben.

    Wenn du viel fühlst, bedeutet das gleichzeitig, dass du empathisch bist und dich in dich selbst und andere einfühlen kannst. Etwas, was niemals selbstverständlich ist und – etwas, das ich lernen musste – viele Menschen in diesem Maß nicht können.

    Als empathischer Mensch spürst du Nuancen die anderen schlicht entgehen.

    Dir viele Dinge zu Herzen zu nehmen bedeutet gleichzeitig auch, dass du weder abgestumpft noch gleichgültig bist. Du spürst Ungerechtigkeit.
    Du bekommst mit, wenn etwas sich nicht richtig anfühlt. Für dich selbst, dein Leben oder das von Anderen.

    Du hast also noch Antennen und eine Verbindung zu dir selbst.

    Das widerrum bedeutet, dass du sowohl deine Grenzen, als auch deine wahren Bedürfnisse (wieder) spüren (lernen) kannst.

     

    3. Sieh deine Schatten an.

    Jeder von uns hat seine persönliche Geschichte. Und diese Geschichte ist nicht nur voller Licht. Da sind auch Schatten. Schmerzvolle Stellen, alter Kummer und tiefe Verletzungen.

    Kein Mensch empfindet gerne Schmerz. Am Liebsten betäuben und vergessen wir ihn. Doch die Sache mit seelischem Schmerz ist, dass er nicht nur in uns gärt und wuchert, sondern uns auch am Leben hindert.

    Deshalb sie sie dir an: die hässlichen Stellen in dir selbst. Das, was in den Schatten lauert.
    Erkenne an, dass es sie gibt. Schau hin. Fühl hin. Arbeite damit.

    Denn alles, was unverarbeitet und unangetastet in uns verweilt hindert uns nicht nur am Leben, sondern daran, seelisch gesünder werden zu können.

     

    4. Denk an dich selbst – und zwar an allererster Stelle.

    Früher wollte ich es allen recht machen. Ich habe mich jedes Mal zurückgenommen. An mich selbst zu denken oder für mich einzustehen, kam mir nicht nur selbstsüchtig vor, sondern falsch.

    Doch das ist es nicht.

    Gerade toxische Beziehungsmuster führen dazu, dass wir Andere an erste Stelle stellen. Uns aufgeben. Verbiegen. Zurücknehmen.

    Deshalb: Hör damit auf. Jetzt.

    Hör auf Leuten nette Worte zu schenken, die sie nicht verdienen.
    Hör auf, Dinge zu versprechen, die du gar nicht tun willst.
    Hör auf, dich für das Glück anderer abzurackern.

    Ich rede nicht davon, dass du nur noch dich sehen sollst oder es dir egal sein soll, wie es anderen mit deinen Entscheidungen geht. Das ist ja kein Wettbewerb aus Selbst-Zentriertheit und Ignoranz.

    Es ist Fokus.

    Der Fokus auf dich und das, was sich wirklich richtig anfühlt.

     

    5. Verbieg dich nicht für Andere.

    Mein halbes Leben habe ich versucht, jemand zu sein, auf den meine Familie stolz sein kann.

    Ich wollte ihre Anerkennung und ihre Liebe. Wollte ihnen gefallen oder sie zumindest nicht enttäuschen.

    Das führte so weit, dass ich Möbel in meine Wohnung stellte, die mir gar nicht gefielen. Egal, was ich tat: Ständig überlegte ich, was sie darüber denken würden. Ob meine Entscheidungen mich in ihrem Ansehen steigern oder doch wieder abfallen lassen würden.

    Es dauerte sehr lange – genau genommen über 25 Jahre–, bis ich erkannte, wer ich zwischen all den stummen Erwartungen und Wünschen, wirklich war.

    Erkannte, was mich ausmachte. Was mir wichtig war. Was mich nährte.

    Heute lebe ich ein Leben, das anders ist, als ich je für möglich gehalten hätte.

    Es ist nicht das Leben, das meine Eltern oder Großeltern sich für mich wünschten. Es ist nicht das Leben, was viele andere anstreben.

    Aber das ist okay.

    Weil es nicht darauf ankommt, was andere gut oder richtig finden. Oder erwarten. Sondern nur auf das, was zu uns passt.

     

    Sei du selbst – alle anderen gibt es schon.

     

    Ich versuche jeden Tag, meine Träume zu leben und die beste Version von mir selbst zu werden.

    Versuch das auch.

    Nimm dein Leben in die Hand. Tu das, was du willst. Sei, wer du sein willst oder der du tief in deinem Inneren sogar schon immer warst.

    Schlüpfe und entfalte dich – statt in einem Kokon zu verharren, der dich nicht wachsen lässt.

    Sei mehr als die Raupe.
    Sei der verdammte Schmetterling.

     

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