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Depression: 4 Gründe ein Positiv-Tagebuch zu führen

Depression: 4 Gründe ein Positiv-Tagebuch zu führen

14Jul

Depressionen, traumatische Erfahrungen, Schicksalsschläge – schlimme Erfahrungen und seelische Erkrankungen verschieben unseren Fokus. Sie bringen unsere Sicht auf die Welt und uns selbst ins Ungleichgewicht. Fort von dem, was wir lieben und uns guttut und hin zu den Dingen, die schwer und anstrengend sind.

Zu dem, was weh tut oder was wir verloren haben.

Gerade weil Depressionen unser Leben verdüstern und Ängste unseren Blick verändern, kann es hilfreich sein, ein Tagebuch zu führen.

 

Hier sind 4 Gründe, warum ein Tagebuch aus positiven Momenten besonders wertvoll sein kann:

 

1. Das Schreiben eines Positiv-Tagebuches schult die Achtsamkeit im Alltag

Wenn es uns schlecht geht, passiert es schnell, dass wir uns auf die negativen Gedanken und Gefühle und all das zu konzentrieren, was schief läuft oder fehlt.

Wir sind nicht hier. Nicht in diesem Moment. Nicht wirklich zumindest.

Stattdessen verlieren wir uns in Ängsten und Zukunftsversionen, die uns am Leben hindern. Wir grübeln über Dinge, die wir verloren haben oder über den Menschen, der wir einmal waren.

Doch wenn du dir jeden Tag bewusst Zeit nimmst, auf die winzigen Dinge zu schauen, die gut klappen, sich lösen oder sich gut anfühlen, dann schult das deine Achtsamkeit im Alltag.

 

2. Schreiben sorgt für Gleichgewicht

Hast du dir schonmal Zeit genommen, eine wilde Wiese genauer zu betrachten? Auf den ersten Blick sieht alles grün aus – doch bei längerer Betrachtung ist da nicht nur ein Grünton. Es sind ganz unterschiedliche Nuancen der Natur. Fasern und Gräser, wachsende Blumen, Klee,… und dazwischen winzige Lebewesen, die alles mit Leben füllen: Ameisen, Raupen, Schmetterlinge,…

Wie mit diesem Beispiel der Wiese ist es auch mit den positiven Momenten in unserem Leben. Sie sind da, manchmal nur so winzig, dass wir sie kaum wahrnehmen. Manchmal fühlen sie sich bloß wie ein Tropfen auf dem heißen Stein an – aber gerade weil wir uns im Alltagsleben mit Depressionen, Ängsten oder traumatischen Erfahrungen sooft in dem verlieren, was schwer ist oder weh tut, sind sie besonders wichtig.

Und um sie schätzen zu lernen, müssen wir sie auch wahrnehmen. Wir müssen üben, sie zu spüren.

Positiv-Tagebücher sind keine Wunderpillen. Sie machen uns nicht gesund oder es einfacher, mit seelischen Erkrankungen zu leben, aber sie schulen unseren Blick auf die Welt, unser Leben und uns selbst.

So ein Journal kann ein Werkzeug werden, denn winzige Momente aufzuschreiben – Tag für Tag – kann nicht nur deine Achtsamkeit schulen, sondern auch deinen Fokus verändern. Und damit für mehr Gleichgewicht in deinem Inneren sorgen.

 

3. Es ist ein Nachschlagwerk für schwierige Momente und Krisen

Manchmal ist das Tal, das wir durchschreiten, finster und fühlt sich endlos an.

Gerade für diese schweren Zeiten ist ein Positiv-Tagebuch ein wundervolles Nachschlagewerk. Denn schöne Augenblicke und Dinge festzuhalten zeigt dir, dass sie wirklich existieren oder existiert haben.

Du kannst in ihnen stöbern und damit neue Kraft finden oder sie als Angelpunkt nutzen, um den Mut zu finden, einen anderen Weg einzuschlagen.

 

4. Positiv-Tagebücher haben eine Langzeitwirkung

Schreiben ist generell heilsam. Doch das bewusste Fokussieren auf positive Dinge kann dich dabei unterstützen, Lösungen und Ideen in deine Texte einfließen zu lassen, wenn Begebenheiten düster aussehen.

Denn je öfter und länger wir uns auch auf positive Aspekte konzentrieren, umso mehr schulen wir unseren Blick und je besser nehmen wir auch die Nuancen des Lebens wahr.

Mit der Zeit erkennen wir mehr Möglichkeiten und Chancen. Sowohl im Alltag, als auch in Krisen.

 

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